Lassie

Was sollten Sie Ihrem Kätzchen füttern?

Ihr Kätzchen wächst rasant und braucht in dieser entscheidenden Entwicklungsphase eine besonders abgestimmte Ernährung. In den ersten zwölf Monaten – bei größeren Rassen sogar bis zu 18–24 Monate – machen Kätzchen eine enorme körperliche und geistige Entwicklung durch.

In dieser Wachstumsphase brauchen Kätzchen:

  • Unterstützung für die schnelle Knochen- und Zahnentwicklung

  • Förderung der Gehirnentwicklung und kognitiven Reifung

  • Stärkung des Immunsystems

  • Gesunde Organ- und Gewebeentwicklung

  • Reichlich Energie zum Wachsen und Spielen

Ein gesundes, aktives Kätzchen verbrennt bis zu doppelt so viele Kalorien wie eine ausgewachsene Katze. Eine richtige Ernährung ist deshalb entscheidend für eine langfristige Gesundheit.

Wann fangen Kätzchen an, feste Nahrung zu fressen?

Neugeborene Kätzchen ernähren sich in den ersten Wochen ausschließlich von der Muttermilch. Mit etwa 6–8 Wochen sind sie bereit für den Übergang zu fester Nahrung. Jetzt sollten Sie spezielles Kätzchenfutter einführen, das auf ihre besonderen Nährstoffbedürfnisse abgestimmt ist.

Wie lange sollte ein Kätzchen Kätzchenfutter bekommen?

Kleine Rassen

Brauchen in der Regel bis zu einem Alter von etwa 12 Monaten spezielles Kätzchenfutter.

Größere Rassen

Können 18–24 Monate lang auf Kätzchenfutter angewiesen sein, um ein gesundes Wachstum und eine stabile Knochenentwicklung zu unterstützen.

Individuelle Unterschiede

Sprechen Sie immer mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt, um den richtigen Zeitpunkt für die Futterumstellung zu finden – das Wachstumstempo ist von Kätzchen zu Kätzchen sehr unterschiedlich.

Was sollte ich meinem Kätzchen zu fressen geben?

Speziell entwickeltes Kätzchenfutter ist die Grundlage für eine optimale Entwicklung. Es ist ein Alleinfutter, das alle wichtigen Nährstoffe für ein gesundes Wachstum liefert. Zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel oder Reste vom Tisch sind nicht nötig und können sogar schaden.

Das beste Kätzchenfutter – darauf sollten Sie achten

Höhere Energiedichte

Kätzchenfutter enthält mehr Kalorien pro Portion als Futter für ausgewachsene Katzen, weil Kätzchen viel Energie für Wachstum und Spiel brauchen. So bekommen sie genug Nährstoffe in einer angemessenen Portionsgröße.

Höherer Proteingehalt

Kätzchenfutter enthält mehr Eiweiß und unterstützt damit:

  • Den Muskelaufbau

  • Das Wachstum der Organe

  • Die Gewebebildung

  • Die Reifung des Immunsystems

Wichtige Nährstoffe in höherer Konzentration

Zu den entscheidenden Nährstoffen für die Entwicklung Ihres Kätzchens gehören:

  • Kalzium: wichtig für eine stabile Knochen- und Skelettentwicklung

  • Magnesium: unterstützt die allgemeine Gesundheit und den Stoffwechsel

  • Eisen: entscheidend für gesundes Blut und den Sauerstofftransport

  • Zink: stärkt das Immunsystem und sorgt für ein glänzendes Fell

  • Vitamin D: wichtig für Knochen- und Zahnentwicklung

  • Taurin: lebenswichtige Aminosäure für Gesundheit und Sehkraft der Katze

  • Arachidonsäure: essenzielle Fettsäure, die in der Katzenernährung unverzichtbar ist

  • DHA (Docosahexaensäure): unterstützt Gehirnentwicklung und Sehvermögen

Passende Größe der Trockenfutter-Stücke

Kätzchenfutter hat kleinere Kibbles, die abgestimmt sind auf:

  • Kleine Mäuler und sich entwickelnde Zähne

  • Leichtes Kauen und Schlucken

  • Eine angenehme Konsistenz für junge Gaumen

  • Die Förderung gesunder Fressgewohnheiten

Was Sie Ihrem Kätzchen nicht geben sollten

Gefährliche und giftige Lebensmittel

  • Rohes Fleisch – Gefahr einer bakteriellen Lebensmittelvergiftung, niemals roh füttern

  • Knochen (besonders Hühner- und Fischknochen) – können Zähne beschädigen und einen Darmverschluss verursachen

  • Schokolade – giftig für Kätzchen, niemals Schokolade für Menschen geben

  • Knoblauch – enthält Stoffe, die rote Blutkörperchen schädigen, schon kleine Mengen sind gefährlich

  • Zwiebeln – ähnlich giftig wie Knoblauch, zerstören rote Blutkörperchen

  • Trauben und Rosinen – giftig für Katzen, ganz vermeiden

Sichere Zubereitung

  • Frisches Fleisch immer gründlich durchgaren, um Bakterien abzutöten

  • Vor dem Servieren alle Knochenstücke entfernen

  • Niemals Schokolade oder Produkte mit Xylit füttern

Tipps zu Leckerlis und Tischresten

Leckerlis sollten höchstens 10 % der täglichen Gesamtkalorien ausmachen. Reduzieren Sie die Hauptmahlzeiten entsprechend und greifen Sie nur zu Leckerlis, die für Kätzchen geeignet sind. Vermeiden Sie Tischreste – sie bringen die Ernährung aus dem Gleichgewicht, können Verdauungsprobleme verursachen, fördern lästiges Betteln und können giftige Stoffe enthalten.

Wann auf Futter für ausgewachsene Katzen umstellen?

Sprechen Sie mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt über den richtigen Zeitpunkt für die Umstellung. Entscheidend sind das aktuelle Alter und der Entwicklungsstand, die Rassengröße und das voraussichtliche Wachstumsende, das individuelle Wachstumstempo und der Reifegrad sowie der allgemeine Gesundheitszustand.

Als Faustregel gilt: Kleine Rassen wechseln meist mit etwa 12 Monaten, große Rassen mit 18–24 Monaten. Die individuellen Unterschiede können allerdings groß sein.

Stellen Sie das Futter über einen Zeitraum von 7–10 Tagen schrittweise um und beobachten Sie dabei genau, ob es zu Verdauungsproblemen kommt.

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