Mein Hund hinkt — was kann das sein?
Warum hinkt mein Hund? — Ursachen, wann zum Tierarzt
Hinken ist nicht gleich Hinken
Luna kommt nach dem Spaziergang hinkend nach Hause. Das kann viele Ursachen haben — von einem Dorn in der Pfote bis hin zu einem gerissenen Kreuzband. Die gute Nachricht: Nicht jedes Hinken ist ein Notfall. Aber du solltest wissen, woran du erkennst, wann du sofort zum Tierarzt musst.
Die häufigsten Ursachen fürs Hinken
Pfotenverletzungen: Der häufigste Grund für plötzliches Hinken. Dornen, Glassplitter, aufgerissene Ballen, eingeklemmte Zehen — schau zuerst die Pfote genau an. Oft ist die Ursache mit bloßem Auge sichtbar.
Verstauchungen und Prellungen: Nach wildem Spiel oder einer unglücklichen Landung kann ein Gelenk oder Muskel leicht verletzt sein. Leichtes Hinken, das sich nach einem Tag Ruhe bessert, ist häufig harmlos.
Kreuzbandriss: Einer der häufigsten orthopädischen Notfälle beim Hund. Typisch: Der Hund setzt das Bein plötzlich nicht mehr auf, hält es angewinkelt. Oft nach einem abrupten Richtungswechsel. Eine OP ist fast immer notwendig.
Hüftdysplasie (HD): Vor allem bei größeren Rassen — Schäferhund, Labrador, Rottweiler, Golden Retriever. Der Hund hinkt, besonders nach dem Aufstehen oder nach Bewegung. Steifheit morgens ist ein Hinweis.
Ellenbogendysplasie (ED): Ähnlich wie HD, aber an den Vorderbeinen. Häufig bei Bernern, Deutschen Schäferhunden, Retrievern.
Arthritis: Bei älteren Hunden ein häufiger Grund für chronisches Hinken. Schleichender Beginn, Verbesserung nach Aufwärmen.
Wann du sofort zum Tierarzt musst
Sofort handeln bei: starkem Schmerz (Winseln, Zittern), Schwellung oder Verformung am Bein, Wunden mit starker Blutung, dem kompletten Nichtbelasten des Beins, Taubheit oder Lähmungszeichen.
Auch dann bald zum Tierarzt (innerhalb von 24 Stunden): Hinken, das nach einem Tag Ruhe nicht besser wird oder sich verschlechtert. Schwellung, die zunimmt. Fieber zusammen mit Hinken.
Abwarten kannst du, wenn: Das Hinken leicht ist und nach dem Aufwärmen besser wird. Kein Schmerz sichtbar. Du einen kleinen Fremdkörper entfernt hast und der Hund sich sofort besser bewegt.
Was kostet die Behandlung — und lohnt sich eine Versicherung?
Eine orthopädische Untersuchung inklusive Röntgen kostet 150 bis 300 Euro. Ein Kreuzbandriss mit TPLO-OP liegt bei 2.000 bis 4.000 Euro. Eine HD-OP kann 3.000 bis 6.000 Euro pro Hüfte betragen. Wer eine gute Krankenversicherung hat, muss diese Entscheidung nicht nach dem Geldbeutel treffen. Und wenn du dir bei Lunas Hinken unsicher bist: Über die Lassie-App kannst du sofort einen Tierarzt per Telemedizin fragen — ohne Wartezeit.





