Was kostet eine Hundekrankenversicherung im Monat?

Was kostet eine Hundeversicherung? — Faktoren die den Preis beeinflussen

Die kurze Antwort: Es kommt darauf an

Eine Hundeversicherung kostet in Deutschland im Monat zwischen wenigen Euro und deutlich mehr — je nach Rasse, Alter, gewähltem Tarif und Anbieter. Den günstigsten aktuellen Preis für deinen Hund siehst du direkt im Tarifrechner. Was genau den Endpreis bestimmt, erklärt dieser Artikel.

Faktor 1: Rasse und genetische Risiken

Die Hunderasse ist einer der wichtigsten Preistreiber. Rassen mit bekannten genetischen Erkrankungen — wie der Deutsche Schäferhund mit Hüftdysplasie, die Bulldogge mit Atemwegsproblemen oder der Dalmatiner mit Nierensteinen — sind teurer zu versichern als robuste Mischlinge.

Das ist keine Willkür der Versicherer, sondern Statistik: Bestimmte Rassen brauchen statistisch häufiger tierärztliche Hilfe und verursachen höhere Kosten. Wenn du einen Hund einer prädisponierten Rasse hast, solltest du das bei der Wahl des Tarifs berücksichtigen.

Faktor 2: Alter des Hundes

Junge Hunde sind günstiger zu versichern als ältere. Das liegt daran, dass das Erkrankungsrisiko mit dem Alter steigt. Ein Welpe ist statistisch gesünder als ein acht Jahre alter Labrador.

Ein weiterer Grund, früh zu versichern: Vorerkrankungen, die sich vor Versicherungsbeginn entwickelt haben, sind in der Regel ausgeschlossen. Wer seinen Hund als Welpen anmeldet, hat dieses Problem kaum.

Faktor 3: Der Tarif — Mini, Midi oder Maxi?

Der Tarif hat direkten Einfluss auf die monatliche Prämie. Generell gilt: Je höher die Selbstbeteiligung, desto niedriger die monatliche Rate — und umgekehrt.

Der Tarif bestimmt vor allem, wie viel Erstattung du im Krankheitsfall bekommst. Tarif Mini deckt Heilbehandlungskosten bis zu 1.000 Euro pro Jahr. Tarif Midi startet mit 1.000 Euro im ersten und 2.000 Euro im zweiten Versicherungsjahr, ab dem dritten Jahr ist die Erstattung unbegrenzt. Tarif Maxi ist von Anfang an unbegrenzt. Operationskosten sind bei allen drei Tarifen unbegrenzt.

Unabhängig vom gewählten Tarif kannst du außerdem die Selbstbeteiligung wählen: 0 %, 20 % oder 40 % — bei Mini, Midi und Maxi gleichermaßen. Sie wirkt sich direkt auf die monatliche Rate aus: höhere Selbstbeteiligung, niedrigere Prämie, und umgekehrt.

Jeder Tarif kommt außerdem mit einem jährlichen Vorsorgebudget für Leistungen wie Impfungen, Parasitenschutz oder Zahnreinigung: 35 Euro bei Mini, 100 Euro bei Midi und 140 Euro bei Maxi.

Als Faustregel: Wenn dein Hund eine Rasse mit bekannten Gesundheitsrisiken ist oder du möchtest, dass im Ernstfall alles gedeckt ist, lohnt sich der Midi- oder Maxi-Tarif. Für einen kerngesunden Mischling im jungen Alter kann Mini ein guter Einstieg sein.

Was der Preis tatsächlich wert ist

Setze den monatlichen Beitrag in Relation zu realen Tierarztkosten. Eine einzige Bandscheibenoperation kann 3.000 bis 6.000 Euro kosten. Eine Krebsbehandlung noch deutlich mehr. Wer monatlich einen überschaubaren Betrag zahlt, schützt sich vor solchen Summen — und kann medizinische Entscheidungen treffen, ohne auf den Preis schauen zu müssen.

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