Was soll ich einem Welpen füttern?

Welpenfütterung — was, wie viel und wie oft nach Alter

Die ersten Wochen: Grundstein für ein gesundes Hundeleben

Luna kommt mit acht Wochen zu dir nach Hause. Klein, tapsig, neugierig — und hungrig. Was du in den ersten Monaten fütterst, hat direkten Einfluss auf Knochenwachstum, Muskelentwicklung, Immunsystem und das Wohlbefinden deines Vierbeiners für den Rest seines Lebens.

Welpenspezifisches Futter: Warum normale Hundeernährung nicht reicht

Welpen haben ganz andere Nährstoffbedürfnisse als erwachsene Hunde. Sie brauchen mehr Protein und Energie für ihr schnelles Wachstum. Gleichzeitig ist Vorsicht bei Calcium und Phosphor geboten: Zu viel davon, besonders bei großen Rassen, kann zu Skelettentwicklungsproblemen führen.

Kaufe daher immer Welpenspezialfutter (gekennzeichnet mit 'Puppy' oder 'Junior'). Bei großen Rassen wie Deutschen Schäferhunden, Labradors oder Doggen gibt es sogar spezifische Large-Breed-Welpennahrung — mit angepasstem Mineralstoffverhältnis für kontrolliertes, gesundes Wachstum.

Ob Nass- oder Trockenfutter: Beides funktioniert. Trockenfutter ist praktischer und gut für Zähne. Nassfutter enthält mehr Feuchtigkeit, was positiv für die Nieren ist. Viele Hundeeltern kombinieren beides.

Wie oft und wie viel füttern?

8 bis 12 Wochen: 4 Mahlzeiten pro Tag. Der Welpenbauch ist noch sehr klein — kleine Portionen, aber häufig.

3 bis 6 Monate: 3 Mahlzeiten pro Tag. Portionsgröße wächst mit dem Hund.

6 bis 12 Monate: 2 Mahlzeiten pro Tag. Die meisten Hunde mittlerer Rassen können jetzt auf zwei Mahlzeiten umgestellt werden.

Ab 12 Monate: 2 Mahlzeiten pro Tag, Übergang zu Adultsortiment beginnen. Große Rassen bis 18 bis 24 Monate auf Welpennahrung lassen.

Faustregel für die Menge: Lies den Futterbeutel — und orientiere dich am Zielgewicht, nicht am aktuellen Gewicht. Übergewichtige Welpen tragen Risiken für Gelenkprobleme.

Was Welpen nicht fressen sollten

Kein Hühnerknochen (Splittergefahr). Keine Zwiebeln, Weintrauben, Schokolade (giftig). Kein rohes Schweinefleisch (Aujeszky-Virus-Risiko). Keine scharfen Gewürze oder salzreichen Speisen. Kein Kuh-Milch in großen Mengen (Laktoseintoleranz häufig).

Wenn du über Fütterung unsicher bist: In der Lassie-App gibt es Kurse zu Ernährung und Gesundheitsthemen — speziell für die ersten Lebensmonate. Außerdem kannst du per Telemedizin direkt einen Tierarzt fragen.


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