Mit diesen Übungen stärkst du das Selbstvertrauen und den Optimismus von vorsichtigen Hunden
Reagiert dein Hund auf neue Umgebungen und Geschehnissen eher skeptisch und mit Zurückhaltung? Vielleicht reagiert dein Liebling stark auf neue Begegnungen bei Spaziergängen, Geräusche oder versteckt sich, wenn du in der Küche werkelst? Dann geben wir dir hier Tipps dazu, wie du deinem Hund dabei helfen kannst, besser mit verschiedenen Situationen umzugehen und sein Selbstvertrauen zu stärken.
Wie sieht eine normale Reaktion auf Geschehnisse aus?
Natürlich sollten Hunde auf Dinge in ihrer Umgebung reagieren, die gefährlich sein könnten. Doch manche Vierbeiner haben auch auf ungefährliche Situationen oder Gegenstände eine starke Reaktion – vor allem, wenn es sich um etwas Neues handelt. Aber manche Hunde reagieren auf fast alles in ihrer Umgebung mit Zurückhaltung.
Natürlich ist es wünschenswert, dass dein Hund wegrennt, wenn tatsächlich etwas Bedrohliches passiert. Doch das sollte nicht bedeuten, dass dein Hund die gleiche Reaktion aufweist, wenn du in der Küche hantierst. Reaktionen sind also ganz normal, doch du kannst deinem Hund beibringen, je nach Situation anders zu reagieren.
Vom Pessimisten zum Optimisten
Hunde, die stark auf neue Dinge reagieren, nennen wir hier einfach mal Pessimisten. Diese Hunde reagieren auf die meisten Dinge mit Skepsis und brauchen Zeit, um ihr anfängliches Zögern zu überwinden. Dabei drücken diese Hunde ihr Misstrauen durch Bellen oder Wutanfälle aus, es kann aber auch vorkommen, dass sie wegrennen oder sich hinter ihrem Besitzer oder ihrer Besitzerin verstecken.
Jeder Hund ist anders, doch du musst dich nicht mit diesem Zustand begnügen. Das Verhalten und Gehirn von Hunden lässt sich trainieren, damit dein Liebling schon bald vom Pessimisten zum Optimisten wird.
So trainierst du einen selbstbewussten Hund
Es gibt viele unterhaltsame Übungen, mit denen du das Selbstvertrauen und den Optimismus deines Hundes stärken kannst. Beginne damit, die Mahlzeiten deines Hundes für Trainingseinheiten zu nutzen, anstatt ihm das Futter direkt in einem Napf zu reichen. So hast du die Möglichkeit, den Optimismus deines Hundes jeden Tag ein wenig zu fördern.
Rasselnder Napf. Diese Übung trainiert deinen Hund darauf, dass seltsame Geräusche keine Gefahr darstellen. Hol einen Napf heraus und leg Besteck und andere Objekte, die sich leicht bewegen, in diesen Napf und schüttel ihn ein wenig. Gib dann das Futter in diesen Napf. Lass deinen Hund selbst am Futter schnuppern und beobachte, wie er auf die Geräusche reagiert.
Kartonchaos. Stapel ein paar offene oder geschlossene Kartons aufeinander. Verteil Leckerlis in den, auf den und um die Kartons herum. Lass deinen Hund das Ganze selbstständig erkunden und die Leckerlis finden. Falls du einen sehr vorsichtigen Hund hast, ist es wichtig, das Ganze zuerst nicht zu schwierig zu gestalten. Sobald du Fortschritte siehst und dein Hund zuversichtlicher wird, kannst du den Schwierigkeitsgrad steigern.
Überraschungsparty. Leg verschiedene Gegenstände auf den Boden. Dabei kann es sich um einen offenen Regenschirm, eine auf dem Boden liegende Leiter, bewegliche Objekte wie einen Sitzball usw. handeln. Platziere Leckerlis zwischen den Gegenständen und lass deinen Hund den Raum entweder selbst erkunden oder lauf mit ihm gemeinsam durch die Gegenstände und leg dabei Leckerlis aus.
Bowling. Hol einen Gegenstand hervor. Dabei sollte es sich zuerst um ein Objekt handeln, mit dem dein Hund bereits vertraut ist. Lass deinen Hund das Objekt erkunden und belohne ihn jedes Mal, wenn er mit ihm interagiert. Eine Interaktion kann ein Beschnüffeln, eine Berührung mit den Pfoten, ein Herumschieben mit der Nase oder ein Antippen mit den Pfoten sein. Du kannst diese Übung mit mehreren Stufen ausbauen und immer schwierigere Gegenstände zum „Umwerfen“ verwenden.
Wie verhält ein selbstbewusster Hund sich bei Übungen?
Pessimisten weichen meist zurück, wenn ein Karton umfällt oder etwas im Napf klappert. Eventuell bleiben sie mit den Hinterpfoten weit entfernt vom Karton, um ihn zu begutachten, doch trauen sich nicht, ganz hineinzukriechen.
Optimisten hingegen kriechen gern tief in die Kartons hinein, um Leckerlis zu finden. Sie halten sich nicht groß mit irgendwelchen Gegenständen auf und krabbeln unter einem Regenschirm hindurch oder steigen über ein sich bewegendes Objekt hinüber. Genau das ist das Ziel: Biete deinem Hund weiter verschiedene Stimuli an, um seine optimistische Weltsicht zu fördern!






